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Positives Denken: Fünf Wege, um mehr Optimismus, Freude und Fülle zu erleben

Schon vor 100 Jahren erforschte der französische Apotheker Emile Coué die Effekte der Vorstellungkraft und Autosuggestion auf den Heilungsprozess. Er forderte seine Patienten auf, den folgenden Satz jeweils zwanzigmal morgens und abends zu wiederholen: „Es geht mir von Tag zu Tag in jeder Hinsicht immer besser!“ Er hatte erkannt, was die jetzige Forschung bestätigt: Positives Denken beeinflusst wesentlich unsere Gesundheit. Wer lebensbejahend, optimistisch und hoffnungsvoll ist, lebt länger und hat ein niedrigeres Risiko, von einer Herz-Kreislauf Erkrankung, Krebs oder einem Schlaganfall betroffen zu sein.

 

Positives Denken ist nicht nur gesund, sondern erhöht unsere Lebensqualität, erhellt unser seelisches Wohlbefinden, trägt zum beruflichen und finanziellen Erfolg bei und verbessert unsere Beziehungen. Wenn Optimismus all diese Vorteile mit sich bringt, warum gibt es immer noch so viele Menschen, die kritisieren, meckern und Selbstmitleid verfallen?

Warum tendieren wir dazu, das Glas halbleer zu sehen?

Den Hang zur Negativität kann man aus evolutionärer Sicht erklären. Schuld daran ist unsere „Reptiliengehirn“, der älteste Teil des Gehirns, der dafür sorgt, dass wir sicher und ausser Gefahr bleiben. Um uns zu schützen, kontrolliert er das Umfeld und sucht potentielle Gefahren. Wenn nötig, löst er die Kampf/Flucht Reaktion aus – damals eine wichtige Strategie zum Überleben. Obwohl wir (glücklicherweise) heutzutage nicht mehr ständig um unser Leben kämpfen müssen, bleibt dieses Verhalten als Denkmuster neuronal etabliert: Wir sind Meister darin geworden, uns potentielle Gefahren vorzustellen und die schlimmsten Szenarien auszumalen. Wir haben die Tendenz, uns für kleine Fehler Vorwürfe zu machen und unterschätzen unsere Kompetenzen; wir machen uns Sorgen um ein vergessliches oder hyperaktives Kind und übersehen seine Stärken; wir erzählen immer wieder vom Unrecht, das uns widerfahren ist und vergessen die Wohltaten, die wir erlebt haben.

 


Dazu kommt noch, dass die traditionelle Erziehung dieses Muster noch verstärkt hat (z.B. rot markierte Fehler). Die Gedanken, nicht zu genügen oder des Mangels liegen oft tief in uns, auch wenn wir uns dies nicht eingestehen wollen. Negatives Denken aktiviert zusätzlich die Amygdala, ein Teil unseres Gehirn, der Unbehagen und Angst hervorruft – eine fatale Kombination! Um den inneren Kritiker zur Ruhe zu bringen, braucht es halt mehr als das Wiederholen einer Affirmation. Es braucht den Willen, das Leben durch die rosafarbene Brille zu sehen, die Bereitschaft, zu vertrauen und die Achtsamkeit, die vielen kleinen Freuden des Alltags wahrzunehmen.

 

 

Negative Emotionen (Angst, Trauer, Wut, Schuld, Frust usw.) fordern unsere Aufmerksamkeit stark. Positive Emotionen sind eher flüchtig, subtiler, sodass wir achtsam sein sollten, um sie zu erkennen, sie zu verlängern und auszukosten. Durch das tägliche Üben können wir aber unser Denkmuster ändern. Hier fünf Methoden, die sich bewährt haben, um eine positive Lebenseinstellung, Fülle und Gelassenheit zu gewinnen.

 

Fünf Wege, um mehr Optimismus, Freude und Fülle zu erleben

-       Achtsamkeit: Wenn ich den Alltag mit allen meinen Sinnen erlebe, bin ich im Hier und Jetzt.

Achtsamkeit bedeutet, bewusst zu schmecken, spüren, hören, sehen. Dazu gehören auch die kleine Blume auf dem Weg zur Arbeit, das mit Wasser spielende Kind von nebenan, die Sonne auf meiner Haut, der Geschmack der Erdbeere auf meiner Zunge. Schenke diesen Mikroerlebnissen des Tages Deine Aufmerksamkeit und werde ganz präsent. Du lernst, jeden einzelnen Moment zu leben und Dich nicht in Zukunftsängsten oder Vergangenheitsgeschichten zu verirren.

 

-        Visualisation: Das Gehirn kann nicht unterscheiden, ob man sich etwas einbildet oder ob man etwas wirklich erlebt. Fantasiereisen, Tagträume über tropische Strände oder das Planen der nächsten Ferien schicken dem Gehirn eine Botschaft: Es ist wunderschön, und Du bist dabei!

 

-        Meditation: Das Gedankenkarussell zu verlangsamen, braucht Übung, doch die Vorteile der täglichen Meditation sind gewaltig, sowohl für unsere körperlichen Gesundheit wie für unseren Geist und seelischen Ausgleich. Wenn ich in der Ruhe sitze, nehme ich Abstand zu meinen Emotionen, ich bin nicht mehr überwältigt. In der Stille regulieren sich die negativen Gefühle, und ich erlebe für den Moment Frieden.

 

-        Ressourcen: Schaffe Raum für Aktivitäten, die Dir Spass machen. Ob Chor, Yoga, Wellness oder Tanzen: Auch wenn Du Kleinkinder hast, wenn Du müde bist oder denkst, Du kannst Dir das zeitlich nicht leisten – plane jeden Tag etwas für Dich. Du wirst glücklicher sein, mehr Energie haben und positiver denken.

 

 

-        Dankbarkeit: Führe ein Dankbarkeits-Tagebuch. Schreibe täglich drei Dinge, für die Du dankbar bist auf und erlebe dieses Gefühl ganz bewusst. Es gibt so viel Segen, den wir für selbstverständlich halten: unsere Gesundheit, unsere Freiheit, unser Partner, ein regelmässiges Einkommen, eine schöne Wohnung usw. Es ist erwiesen, dass Dankbarkeit den Heilprozess beschleunigt und uns glücklicher macht. Es lohnt sich!

 

"Was der Schlaf für den Körper

Ist die Freude für den Geist

Zufuhr neue Lebensenergie"

(Rudolf von Jehring)


Wohin mit den negativen Emotionen?

Positives Denken heisst aber nicht, die negativen Gefühle zu ignorieren oder zu unterdrücken. Das Ziel ist nicht, ein Pflaster auf Wut oder Frust zu kleben. Negative Emotionen sind wichtig, sie zeigen uns, wo unsere Grenzen übertreten worden sind, wo unsere Bedürfnisse zu kurz kommen. Sie sind Warnsignale, die beachten werden sollten. Wenn eine negative Emotion hochkommt, empfiehlt es sich, das Gefühl im Körper zu spüren und zu benennen. Das schafft Raum zwischen der Emotion und der Reaktion. Vielleicht verstehen wir, warum wir uns so fühlen, und können wählen, die Emotion loszulassen oder darauf zu reagieren. Erinnere Dich bei anhaltender seelischer Belastung daran, dass auch diese Zeit vergehen wird. Vertrauen und Hoffnung helfen, durch die schwierigen Zeiten zu kommen.

Die Craniosacral Therapie: Selbst-regulation fördern

Wenn Du in einem negativen Gedankenkreis gefangen bist, Dich selbst immer wieder sabotierst oder Dich depressiv fühlst, solltest Du Hilfe in Anspruch nehmen. Manchmal braucht es einen Impuls vom aussen, jemanden, der Dich abholt, wo Du gerade bist. Der negative Gedankenkreis hat viel mit unserem Nervensystem zu tun – wenn dieses auf Hochtouren läuft, sieht man überall Gefahren und das Böse, und man wird von Ängsten überwältigt. Körperwahrnehmungen, die uns helfen, uns zu spüren und im Hier und Jetzt zu bleiben, werden in Stresssituationen vom Gehirn „ausgeschaltet“. Die Craniosacral Therapie kann helfen, aus diesem Ausnahmezustand herauszufinden, wenn sich der Körper nicht mehr selbst reguliert.

 

 

In einer Cranio Sitzung erlebst Du ein sicheres und wertfreies Umfeld. Dank aktivem Zuhören, Körperwahrnehmungen und respektvollen Berührungen kannst Du Gefühle wie Angst, Wut oder Trauer mit Empathie begegnen und transformieren.

 

Du lernst auch, Deinen Körper besser zu spüren, achtsamer zu werden und Deine Emotionen selbst zu regulieren. Klienten berichten, dass sie dank der Craniosacralen Arbeit mehr Gelassenheit, Leichtigkeit und Lebensfreude gewonnen haben. Deshalb habe ich meine erste Cranio Praxis „Praxis InnerJoy“ genannt.

 

Geneviève Singh

Craniosacral Therapeutin

www.craniosacral-innerjoy.ch

www.praxisamfluss-adliswil.ch